Mein Beitrag im Coaching-Magazin: Queer-sensibles Coaching als Haltung
- Markus Aspetzberger

- 13. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Heute ist im Coaching Magazin ein Artikel von mir erschienen, über den ich mich sehr freue. Darin geht es um queer-sensibles Coaching und die Frage, wie sich systemische Coaching-Praxis so gestalten lässt, dass sie die Lebensrealitäten queerer Menschen nicht nur mitdenkt, sondern ernst nimmt. Deshalb richtet er sich sowohl an die LGBTIQ-Community, damit Menschen wissen, was sie erwarten dürfen, als auch an die Coaching-Community, als Anregung, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Für mich ist dieses Thema eng mit einer grundlegenden Haltung verbunden: Coaching ist nie losgelöst von gesellschaftlichen Kontexten, von Sprache, von Zugehörigkeit und von der Erfahrung, gesehen oder eben nicht gesehen zu werden. Genau deshalb lohnt es sich für Coaches, die eigene Praxis immer wieder daraufhin zu prüfen, welche Annahmen unbewusst mitlaufen, wo Normen wirken und wie sich ein sicherer, respektvoller Raum für unterschiedliche Identitäten schaffen lässt.
Im Artikel beschreibe ich queer-sensibles Coaching als einen professionellen und zugleich menschlichen Zugang, der Minderheitenstress, Diskriminierungserfahrungen und strukturelle Belastungen mit einbezieht. Gerade Menschen aus der LGBTIQ-Community erleben im Alltag oft zusätzliche Herausforderungen, die sich auf Selbstbild, Beziehungen, berufliche Entscheidungen und psychisches Wohlbefinden auswirken können. Im Coaching kann es deshalb hilfreich sein, diese Zusammenhänge nicht zu ausschließlich individualisieren, sondern in ihrem größeren Kontext zu verstehen.
Gleichzeitig geht es nicht nur um Belastungen, sondern auch um Ressourcen. Schutzfaktoren wie soziale Unterstützung, Community-Anbindung, Selbstakzeptanz und ein klares Bewusstsein für strukturelle Zusammenhänge spielen eine wichtige Rolle. Queer-sensibles Coaching möchte diese Stärken sichtbar machen und Menschen darin unterstützen, ihren eigenen Weg mit mehr Klarheit und Selbstvertrauen zu gehen.
Besonders wichtig ist mir dabei der Gedanke, dass gute Coaching-Praxis nicht bei der Methode stehen bleibt. Sie beginnt bei Haltung, zeigt sich in der Sprache und wird im Umgang mit Namen, Pronomen, Fragen und Deutungen konkret. Queer-sensibles Arbeiten heißt für mich, aufmerksam zu bleiben, Unterschiede nicht zu glätten und Menschen in ihrer jeweiligen Realität ernst zu nehmen.
Wer den Beitrag lesen möchte, findet ihn im Coaching Magazin. Ich freue mich auf Feedback.



